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Imame an Schweizer Hochschulen ausbilden

Darum geht die Debatte


Neu sollen Imame, die in der Schweiz predigen, auch an Schweizer Hochschulen ausgebildet werden, damit sie die Sitten und Gebräuche des Gastlandes Schweiz kennen und den Gläubigen vermitteln können. Wie hoch sind die Chancen, dass diese Massnahme zu einem besseren Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in der Schweiz beiträgt?

Mehr dazu: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/12151575

Debatte http://schweizer-imame.politnetz.ch
Geschrieben 21. Juli 11:31, Raffaela Begert
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Religion ist das Gegenteil von Wissenschaft, also keine Bildung. Ich bin nicht nur gegen die Ausbildung von Imamen, sondern auch gegen die Ausbildung von Pfarrern an öffentlichen, staatlich subventionierten Hochschulen.
2 Kommentare
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Aber bedenke, dass Glaubensvertreter mitunter einen grossen Einfluss auf Menschen haben können, da ist es gut, wenn der Staat schaut, wie sie ausgebildet werden, oder?
Oliver Peter 7. Oktober 2009 Verstoss melden
Ich bin aber trotzdem für die Bildung von "Religionsvertretern".
Ich finde, man sollte ihnen eine gute Bildung nicht verwehren.

Jeder entscheidet dann selber, ob er die Bildung annehmen will oder ob er das mit seinem Glauben nicht vereinbaren kann.
Und zudem muss ich Oliver Peter zustimmen, bin ähnlicher Meinung.
Michael T 1. Dezember 2009 Verstoss melden
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+ Imame müssen dann deutsch können
+ Imame lernen gleich selber sich zu integrieren
+ Imame lernen auch das Christentum
2 Kommentare
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Interessierte melden sich bitte bei den Religionswissenschaften an...
Jörg Klenk 29. Juli 2009 Verstoss melden
… und die Religionswissenschaften haben wieder Zukunft in der Schweiz. Wir könnten dann sogar mit westlichen Werten geschulte Imame für Stellen in Deutschland, oder so, ausbilden. Das wäre doch ein positiver Weg, um Integration zu fördern, anstatt auf Trennung zu setzen.
Oliver Peter 7. Oktober 2009 Verstoss melden
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Eine Minarett Initiative ist vorallem durch Unsicherheiten zustande gekommen, welche sicherlich damit zusammenhängen, dass ignorante Menschen in diesem Land leider nie etwas über den Islam gehört haben. Vorurteile können so hoffentlich getilgt werden. Die Ausbildung der Imane in der Schweiz hilft der oft diskrimierten islamischen Gemeinschaft in der Schweiz!
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Um zu garantieren, dass alle Imame auf demselben Wissenstand sind, ist ein obligatorischer, vom Staat durchgeführter Kurs in diesem Fall ein gutes Mittel.
16 Kommentare
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Nach der Abstimmung zur Minarettinitiative müssen die Diskussionen zwingend weitergeführt werden.
Imame können nur dann integrierend wirken, wenn sie die Verhältnisse in der Schweiz kennen.
In der Schweiz praktizierende Imame müssen also in unserem Land und in einer unserer Landessprachen ausgebildet werden können.
Esther Berner-Berner 30. November 2009 Verstoss melden
Ich sehe da immernoch die Lösung des Problems nicht. OK, die Imame können dann besser Deutsch. Werden sie sich aber von diesem radikalen Buch (Koran) irgendwann distanzieren? Werden sie sich klar gegen die Ungleichbehanlung der Frauen aussprechen, nur weil sie auf einmal Deutsch können?? Wohl kaum!
Robert Bartuma 1. Dezember 2009 Verstoss melden
Dieses "Problem" lässt sich wohl überhaupt nicht wirklich lösen. Was wir in der Schweiz jedoch tun können, ist vorwärts schauen und die weitere Entwicklung kontrollieren. Wenn wir Bedingungen schaffen, wie eben z.B. die Ausbildung in unserem Land, dann haben wir diese Möglichkeit und können dem Islamismus, also dem radikalen Islam, Einhalt gebieten.
Wenn wir lösungsorientiert weiterdenken wollen, brauchen wir jetzt eine grossangelegte Grundsatzdebatte. Ann dieser sollten auch die moderaten und integrierten Muslime teilnehmen.
Diskutieren auch Sie mit?
http://verfassung.politnetz.ch/
Esther Berner-Berner 1. Dezember 2009 Verstoss melden
Zitat:
"Werden sie sich aber von diesem radikalen Buch (Koran) irgendwann distanzieren?"

Die Bibel ist genauso ein radikales Buch, wenn es sich mal genauer anschaut.
Ich habe mich lange damit befasst, dass ich das sagen kann und aus diesen und anderen Gründen habe ich mich für den Austritt aus der Kirche entschieden.
Aber gut, das gehört nicht hierhinein.

Zum Thema:
Ich finde man sollte sich mehr für die Bildung von Imamen einsetzen.
So könnte wahrscheinlich erreicht werden, dass sie dann unsere Sprache besser sprechen, um untereinander zu kommunizieren.

Und ich finde nicht, dass man dann dem Islam die Türen öffnet, das ist doch völlig absurd.
Michael T 1. Dezember 2009 Verstoss melden
@Michael Tanner
Das sehe ich genau so. Jede Religion vertritt ihr eigenes Dogma und verlangt, dass Mann/Frau als Mitglied einer Kirche die entsprechende Weltanschauung teilt. Es gibt in jeder Glaubensgemeinschaft radikale Bewegungen.
Man kann lediglich feststellen, dass die religiöse Tradition die Verfassung eines Landes prägt. Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen sollten wir Schweizer uns tatsächlich einmal der Frage stellen, ob die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer heute noch hinter dem christlichen Gedankengut steht (Präambel Bundesverfassung).
Wir müssen den Muslimen in der Schweiz sagen können, was wir wirklich wollen und nicht bloss nörgeln und stänkern indem wir ihnen sagen, was wir NICHT wollen. Erst wenn wir uns bewusst sind, wofür wir uns gemeinsam einsetzen wollen, können wir auch konstruktiv regelnd eingreifen.
Esther Berner-Berner 1. Dezember 2009 Verstoss melden
Zitat:
"ob die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer heute noch hinter dem christlichen Gedankengut steht"

Das ist der Grund meines Austrittes.
Ich kann die Idealen des christlichen Glaubens nicht mit meinen Überzeugungen vereinbaren.

Und zu den Muslimen:
Ich wäre dafür, dass wir gelernt werden, die Muslimen in die Gesellschaft von uns zu integrieren.
Nur durch Integration können wir die Religion besser verstehen und zusammen handeln.

Es gibt zwar immer noch Extremisten, welche gefährlich sind, doch die Christlichen haben auch Straftäter, die an die Straftaten der Extremisten herankommen.
Viele denken halt, ja wir sind nicht gefährlich und nur fremde Religionen sind aufgrund der anderen Denkweise für uns bedrohlich.
Als Muslime würde ich mir arm vorkommen, deshalb bin ich einfach für eine soziale Integration von fremen Religionsangehörigen.
Straftaten durch Personen werden mit unseren zurzeit geltenden Gesetzen bereits bestraft und verboten.
Da hat auch der Islam nichts zu rütteln.
Michael T 1. Dezember 2009 Verstoss melden
Liebe Esther,

Das Wort "Islamismus" ist eine Neuerfindung - quasi ein Abklenkungsmanöver. Vor 9/11 gabs das Wort gar nicht. Und ich kann mir auch nicht erklären, wie's zustande gekommen ist.
Auch bekennende Moslems bestätigen dass die Religion (oder besser: Allmacht), die Mohamed ins Leben gerufen hat ISLAM heisst. Und die Leute, die dieser Ideologie nacheifern sich Muslime (Unterworfener oder Ergebener) nennen.

Etwas das ich nicht verstehe: alle reden von den "moderaten" Muslimen. Was ist für Dich ein "moderater" Moslem?

Danke und schöner Abend.

Robert
Robert Bartuma 2. Dezember 2009 Verstoss melden
Lieber Michael,

ich bin mit Deinem Eintrag nicht einverstanden.

"Die Bibel ist genauso ein radikales Buch, wenn es sich mal genauer anschaut."

Was genau an der Bibel (und damit meine ich ausschliesslich das neue Testament) ist denn genauso radikal wie der Koran?

Die Bibel hat im Gegensatz zum Koran eine enorme Kritikwelle von über paar Jahrhundert überlebt. Niemand in der Schweiz muss mit Reppresalien rechnen, wenn er die Bibel öffentlich kritisiert. Was ich auch sehr begrüsse, denn nur ein Buch das kritikfähig ist, ist auch wahrhaftig!

Nun zum Koran: versuche bitte mal den Koran in der Türkei, die ja angeblich laizistisch sein soll, öffentlich zu kritisieren. Ich möchte mir nicht ausmalen, was dann alles passieren kann...

Nun zu den Imamen:
Auch wenn sie Deutsch sprechen, werden sie die Suren nicht auslöschen können, die den Muslimen erlauben, ihre Frauen zu prügeln. Da nützten uns die Deutschkenntnisse der Imame nicht sehr viel.

Ich bin also da immernoch skeptisch, wie das funktionieren soll...

Gruss,
Robert
Robert Bartuma 2. Dezember 2009 Verstoss melden
Skepsis schaukle ich ebenfalls noch ein wenig.
Aber ich denke durch Bildung könnte den Imamen ein besseres Bild vermittelt werden.

Misshandlung ist in der Schweiz ja rechtlich strafbar.

@Robert Bartuma:
Hast mich ein wenig zum Nachdenken gebracht, danke.

Die Bibel darf man zwar öffentlich kritisieren, aber sie spricht von Mord, Krieg, Blut, Sex (ja auch das, zumindest hab ich das mal so gelesen).
Also dieses "Buch", wenn man das überhaupt ein Buch nennen darf, ist sowieso in meinen Augen völliger Humbug.
Ebenfalls auch der Koran, doch wer daran glaubt und nach dem Bild lebt, den kann man nur schwer davon abbringen, so zu leben.
Das ist richtig.
Michael T 2. Dezember 2009 Verstoss melden
@Robert Bartuma
Die Schwierigkeit liegt wohl vor allem darin, dass die Muslime in Europa unterschiedlicher Herkunft sind und nicht mit einer Stimme sprechen. Dennoch sind beide Seiten stark gefordert.
Was ist ein "moderater" Islam?
Europa hat sich in den letzten drei Jahrhunderten dank der Aufklärung zur Selbstbestimmung hin entwickelt.
Dieses Gedankengut prägt heute unseren Alltag in allen Lebensbereichen. Heute leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft. Junge Menschen sind grösstenteils religionskritisch.
Der Koran müsste heute kritisch gelesen und zeitgemäss interpretiert werden (dürfen).
Einem Artikel von Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orient- Instituts Hamburg, besagt, dass die Erneuerung aus den islamischen Ländern selbst kommen muss (Indonesien, Malaysia, Iran, Aegypten).

Solche Prozesse benötigen sehr viel Zeit. Ich hoffe, dass wir uns als Gesellschaft die Zeit dafür nehmen und auch die Geduld dafür aufbringen!

Europa steckt in einer Identitätskrise und ist deshalb tief verunsichert.
Interessant scheint mir hier der Ansatz von Tariq Ramadan, Genf (modern und dennoch eher radikal):
«Wenn die Anwesenheit von Muslimen die Europäer dazu bringt, dass sie darüber nachdenken, wer sie sind und woran sie glauben, dann ist das positiv».

(Informationsquelle: quantara.de)
Esther Berner-Berner 2. Dezember 2009 Verstoss melden
Nachtrag
Ich denke, Islamismus wird verstanden als verkürzte Form für Islamischen Fundamentalismus.
Esther Berner-Berner 2. Dezember 2009 Verstoss melden
@Johnny Wezel
Dein Beitrag ist zwar sehr sarkastisch, aber deine Argumente sind natürlich berechtigt. Wenn man wirklich alle Betrachtungen von verschiedenster Seite in die Überlegungen miteinbezieht, so kann man noch so tolerant sein, dennoch bleibt eine gewisse Angst oder Unsicherheit, dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Niemand kann doch wirklich abschätzen, wie sich der Islam in der Welt und in Europa in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

Wir sind gut beraten, wenn wir für uns zuerst klären, für welche Werte wir einstehen. Erst dann werden wir wieder in der Lage sein selbstbewusst aufzutreten und die weitere Entwicklung in unserer westeuropäischen Zivilisation aktiv mit den Immigranten zusammen zu gestalten. In der Vergangenheit haben wir uns zu passiv verhalten aus Angst zu provozieren. Wir Schweizer haben eine langjährige Tradition uns überall anzupassen - wer will schon als intolerant gelten!
Esther Berner-Berner 5. Dezember 2009 Verstoss melden
@Johnny Wezel
Frustriert dich die aktuelle Situation? Sieht die Lage für dich hoffnungslos aus?
Dein sarkastischer Stil macht es für mich nicht besonders einfach, dich zu verstehen.
Warum wünschtst du "viel Spass mit der Religion des Friedens"? Ich habe weder Spass an dieser Diskussion resp. an dieser Entwicklung und binabsolut nicht der Meinung, wir hätten es mit einer "Religion des Friedens" zu tun.
Dennoch müssen wir ja alle die Tatsachen anerkennen, konstruktiv damit umgehen, also zusammen mit den muslimischen Immigranten Lösungen für das zukünftige Zusammenleben erarbeiten, oder nicht?
Esther Berner-Berner 6. Dezember 2009 Verstoss melden
@Johnny Wezel: Du siehst ja selber, dass das Christentum im Mittelalter auch zu solcher Barbarei fähig war. (Und ist das Kondom-Verbot des Papstes nicht auch eine Barbarei?) Und andersrum siehst du hoffentlich auch die vielen Muslime, die keinem Todeskult anhängen. Reise mal nach Albanien. Albanien ist nicht im Mittelalter. Die albanische Kultur ist uns nicht ferner als die russische oder die griechische. Es ist Tatsache, dass der Islam vielerorts das Mittelalter längst überwunden hat.
Schade, dass du vor lauter Angst die Realität nicht mehr siehst.
David H - Piraten 11. Dezember 2009 Verstoss melden
Würde mich interessieren, wie du denn das Judentum einordnest, wenn du das Christentum anhand des NT "freisprichst".

Nazisymbole sind in der Schweiz überigens erlaubt. Ausser der Anti-Rassismus-Strafnorm, die für alle gilt, gibt es keine Einschränkungen für Nazis in der Schweiz, im Gegensatz zu den Muslimen. Deine Aussagen sind also komplett falsch.

Wenn man den Fortschritt an der Alphabetisierung der Frauen misst, sind die arabisch-islamischen Staaten etwa hundert Jahre hinter Italien. (Überschreitung der 50%-Rate alphabetisierter Frauen in Italien: 1882. In Spanien: 1920. In Saudi-Arabien: 1976. In Iran: 1981.) Der Islam steckt also wenn schon im Jahre 1932 fest, nicht 632.
David H - Piraten 11. Dezember 2009 Verstoss melden
Ich wurde schon unzählige Male von Christen offensiv missionarisch angegangen, aber noch nie von Muslimen.

Der Islam ist in Europa auch modern geworden. Und der Papst und die ultraorthodoxen Juden sind auch nicht modern. Deine Unterscheidung in Gut und Böse hat mit der Realität nichts zu tun, sondern ist totalitär und nichts anderes als billige Islamhetze.

Keine Toleranz gegenüber totalitären Aufhetzern wie du! (Aber deine Meinungsfreiheit sei dir unbenommen.)
David H - Piraten 11. Dezember 2009 Verstoss melden
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